Bezirk Mittelhessen

    Rote Briefe im Postkasten: Sozialwahlen haben begonnen - ver.di …

    Rote Briefe im Postkasten: Sozialwahlen haben begonnen - ver.di ruft zu Beteiligung auf

    Frankfurt, 27. April 2017. In diesen Tagen erhalten auch in Hessen viele Beschäftigte Briefe in roten Umschlägen. Die Post im heimischen Briefkasten kommt manchmal von der Krankenkasse, von der Rentenversicherung oder auch der Unfallversicherung. Dabei geht es aber nicht um Anträge oder Beiträge. Die roten Briefe werden alle sechs Jahre an Millionen gesetzlich Versicherter in Deutschland gesendet. Sie enthalten die Unterlagen zur Sozialwahl.

    Im Rahmen dieser Wahlen wählen die gesetzlich Versicherten ihre Vertreter in der Selbstverwaltung verschiedener Krankenkassen, der Renten- und der Unfallversicherung. Die Gewerkschaften wirken dabei mit und stellen für die Sozialwahlen manchmal gemeinsam, bisweilen auch getrennt, Listen mit Kandidatinnen und Kandidaten auf. Die zuständige stellvertretende Landesbezirksleiterin Angelika Kappe fordert dazu auf, sich an den Sozialwahlen zu beteiligen: „Das ist eine wichtige Wahl für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für alle Versicherten. Deshalb: Mitwählen, mitbestimmen!“

    Werden die Kandidatinnen und Kandidaten gewählt, wachen sie anschließend ehrenamtlich darüber, ob bei den Versicherungen alles mit rechten Dingen zugeht. Sie kontrollieren die Arbeit der Verwaltung und entscheiden zum Beispiel, welche Leistungen die Krankenkassen neben den gesetzlichen Pflichtaufgaben zusätzlich erbringen sollen. Außerdem wählen sie die Kassenvorstände. In der gesetzlichen Rentenversicherung kümmern sie sich etwa um die Reha-Leistungen oder die Widerspruchausschüsse, in der Unfallversicherung um die Unfallverhütungsvorschriften oder die Ausgestaltung der Leistungen und dergleichen mehr.

    Damit in den Gremien die Interessen der Arbeitnehmer und Rentner sachkundig vertreten werden, engagieren sich die Gewerkschaften bei den Sozialwahlen.

    Aber wer sind eigentlich die Kandidatinnen und Kandidaten, die später derartig gewichtige Entscheidungen treffen sollen? Um die Sozialwahlen an dieser Stelle noch transparenter zu machen, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di unter der Internetadresse www.sozialversicherung.watch ein Portal geschaffen, auf dem sich die Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen und von den Versicherten auf Herz und Nieren geprüft werden können. Die Antworten werden veröffentlicht. Daneben enthält das Portal umfassende Informationen zu den Sozialwahlen.

    Weitere Informationen unter www.sozialversicherung.watch und http://sozialwahl.dgb.de/.

    Eine schnelle Internetverbindung ist empfehlenswert.

    Presserechtlich verantwortlich: Ute Fritzel (Pressestelle)
    Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Landesbezirk Hessen
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