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    Bundesbank lobt Mindestlohn

    Bundesbank lobt Mindestlohn

    "Erhebliche Beschäftigungsrisiken", besonders für geringer qualifizierte Arbeitskräfte - so warnte die Bundesbank vor dem  gesetzlichen Mindestlohn. Ein halbes Jahr nach Einführung muss sie in ihrem Monatsbericht feststellen, dass die realen Wirkungen ganz anders sind:

    "So war im Handel, im Gastgewerbe, bei Verkehr und Lagerei sowie im Sektor Sonstige Dienstleister der Anstieg Sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung während der letzten sechs Monate mehr als doppelt so hoch wie in vergleichbaren Perioden der letzten zwei Jahre." Laut Bundesbank ein Plus von 60.000 Stellen in diesen Branchen, zusätzlich zum Beschäftigungszuwachs durch die gute Konjunktur. Denn viele Minijobs wurden in reguläre Beschäftigung umgewandelt.

    Zugleich führte der Mindestlohn zu teilweise kräftig steigenden Löhnen. Die Bundesbank nennt insbesondere "Geringqualifizierte und Beschäftigte in niedrig vergütenden Wirtschaftszweigen in den neuen Bundesländern sowie die geringfügig Beschäftigten in ganz Deutschland." Zu ergänzen ist: Vor allem Frauen nützt der Mindestlohn. Ihre Löhne stiegen im Osten im Schnitt um 4,2 Prozent.

    Insgesamt hat der Mindestlohn das Lohnniveau in Deutschland um etwa einen halben Prozentpunkt nach oben gezogen, schätzt die Bundesbank. Das hat den privaten Verbrauch stimuliert. Dieser wiederum war die wichtigste Stütze für Konjunktur und Beschäftigungszuwachs. Der Mindestlohn wirkt also in jeder Hinsicht positiv. Die Warner haben sich blamiert!