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    Bewegung beim Mutterschutz

    Bewegung beim Mutterschutz

    Seit die Tinte unter dem Koalitionsvertrag für die laufende Legislaturperiode getrocknet war, hat man öffentlich nicht viel über die darin angekündigte Novellierung des Mutterschutzrechtes gehört. Verdeckt von Themen wie der Frauenquote, der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und anderen Projekten des zuständigen Familienministeriums (BMFSFJ), drohte die Modernisierung des Mutterschutzgesetzes in Vergessenheit zu geraten. ver.di hat sich gegen ein solches Vergessen mit Vehemenz gewehrt. Der ver.di-Bundeskongress 2015 unterstrich: Das Mutterschutzrecht ist ein wichtiger Baustein eines modernen Arbeitsschutzrechts. Es gestaltet unter den jeweiligen betrieblichen Realitäten eine Sonderbehandlung werdender Mütter, um die Gesundheit von Mutter und Kind rund um Schwangerschaft und Geburt verlässlich zu schützen. Diese Schutzregeln dürfen allerdings nicht dazu führen, dass Frauen aus dem Arbeitsleben herausgedrängt und als "riskante Beschäftigte" diskriminiert werden. Ende des Jahres 2015 wurde nun ein erster Referentenentwurf zur Reform des Mutterschutzgesetzes aus dem BMFSFJ bekannt – das überfällige Projekt nimmt Fahrt auf.