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    Altersarmut im sozialen Sektor

    Altersarmut im sozialen Sektor

    Altersarmut kann Menschen in allen Wirtschaftszweigen treffen. Besonders groß ist das Risiko aber dort, wo gut bezahlte und unbefristete Vollzeitstellen heute eher die Ausnahme als die Regel sind. Das gilt gerade für den Sozialsektor, wie eine aktuelle Studie von Florian Blank und Susanne Schulz deutlich macht. Bei den Erzieherinnen und Pflegekräften verstärken sich ein relativ niedriges Lohnniveau einerseits und der hohe Anteil von Teilzeitphasen im Lebenslauf andererseits in ihren negativen Auswirkungen auf die Rente. Der Gender Pay Gap (die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern) verschärft sich auf diese Weise zu einem Gender Pension Gap (zu einer Alterssicherungslücke zwischen Frauen und Männern) von fast 60 Prozent. Die Aufwertung der sozialen Berufe, verbesserte Arbeitsbedingungen in den Sozial- und Erziehungsberufen und rentenrechtliche Reformen, die die Absenkung des Rentenniveaus stoppen, müssen gemeinsam der drohenden Altersarmut entgegen wirken.

    Mehr dazu in unserer sopoaktuell Nr. 207.