Bezirk Mittelhessen

    Tarif- und Besoldungsrunde Land Hessen - Gewerkschaften fordern …

    Tarif- und Besoldungsrunde Land Hessen - Gewerkschaften fordern 6 Prozent

    Frankfurt, 16. Januar 2019. Für die bevorstehenden Tarifverhandlungen mit dem Land Hessen haben die beteiligten Gewerkschaften ihre Forderung beschlossen. Die Tabellenentgelte sollen um sechs Prozent, mindestens aber um 200 Euro steigen. Auszubildende und PraktikantInnen sollen 100 Euro mehr im Monat bekommen. Ihr Urlaubsanspruch soll auf 30 Tage angehoben werden (derzeit 29).

    Verhandelt wird für 45.000 Landesbeschäftigte der Landesverwaltungen, Straßenmeistereien, der Forstwirtschaft, bei Gerichten, im Justizvollzugsdienst, im Sozial- und Erziehungsdienst und anderen Landeseinrichtungen.

    ver.di-Tarifkoordinator Jens Ahäuser: "Es geht darum, den Anschluss zu halten an die Einkommensentwicklung in anderen öffentlichen Bereichen. Die Wirtschaft wächst, die Produktivität steigt, die Steuereinnahmen sprudeln und dazu trägt der öffentliche Dienst maßgeblich bei. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf, daran teil zu haben. Wenn ein Ergebnis erreicht ist, soll es zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger übertragen werden."

    ver.di verhandelt gemeinschaftlich mit den Gewerkschaften Erziehung und Wissenschaft GEW, der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt IG BAU, die Gewerkschaft der Polizei GdP und dem dbb Beamtenbund und Tarifunion.

    Start der Tarifverhandlungen für Hessen ist am 1. Februar in Wiesbaden.

    Teilweise zeitlich parallel dazu finden in Potsdam die Tarifverhandlungen für die anderen 15 Bundesländer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder TdL statt. Hessen ist als einziges Bundesland nicht in der TdL.