Besondere Dienstleistungen

    Schutz der Beschäftigten hat Vorrang bei Salon-Öffnung

    Friseurhandwerk

    Schutz der Beschäftigten hat Vorrang bei Salon-Öffnung

    ver.di fordert angesichts der Wiedereröffnung der Friseursalons am 1. März, dass der Gesundheitsschutz der Friseur*innen oberstes Gebot sein müsse.
    Friseurhandwerk Jo Johnston Friseurhandwerk  – Schutz der Beschäftigten hat Vorrang bei Salon-Öffnung


    „Die Arbeitgeber müssen die von der Berufsgenossenschaft aufgestellten Standards für ihre Beschäftigten umsetzen“, sagt die zuständige Bundesfachgruppenleiterin Sonja Austermühle. „Und der Staat muss dafür Sorge tragen, dass wie in Österreich ein Friseurbesuch mit einem negativen Corona-Schnelltest möglich wird. Zudem müssten hinreichend Kontrollen in den Salons durchgeführt werden, um die Gefährdung der Friseur*innen, in deren Salons der Arbeitsschutz nur unzureichend eingehalten wird, zu minimieren.

    ver.di fordert darüber hinaus schnelle Hilfen für die vom zweiten Lockdown schwer betroffenen Friseur*innen. Seit Mitte Dezember 2020 waren die insgesamt 80.800 Salons in Deutschland pandemiebedingt geschlossen. Die rund 240.000 Beschäftigten sind auf staatliche Hilfen angewiesen.

    In einer Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks gaben 70 Prozent der Befragten ihren Umsatzverlust für das Jahr 2020 mit 30 Prozent oder sogar mehr an. Mehr als die Hälfte leidet unter starken oder sehr starken Existenznöten. Insgesamt hatten über 1300 Friseur*innen an der Umfrage teilgenommen.

    ver.di fordert in dieser Krisensituation, dass die angestellten Friseur*innen ein Kurzarbeitergeld erhalten müssen, von dem sie leben können. ver.di hatte sich daher kürzlich zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf der politischen Ebene dafür stark gemacht, dass ein Mindest-Kurzarbeitergeld eingeführt werden soll, um auch Beschäftigte in Niedriglohnbranchen abzusichern. Deshalb hatten ver.di und NGG in einer Petition ein Mindest-Kurzarbeitergeld in Höhe von 1.200 Euro gefordert. Aus dem Fachbereich Besondere Dienstleistungen haben viele ehrenamtliche Kolleg*innen als Erstunterzeichner*innen die Petition unterstützt.

    Unter dem nachfolgenden Link kann man sich an der ver.di-Petition beteiligen: 
    ver.di – Mindest-Kurzarbeitergeld