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    Impfstart gut für Beschäftigte in Kitas und Schulbetreuung

    Kitas und Schulen Hessen

    Impfstart gut für Beschäftigte in Kitas und Schulbetreuung

    Die Gewerkschaft ver.di begrüßt, dass nun alle Beschäftigten in Kitas, Schulen und der Nachmittagsbetreuung geimpft werden können.
    COVID-19: Impfung ver.di Impfstart gut für Beschäftigte in Kitas und Schulbetreuung


    Die Gewerkschaft ver.di begrüßt, dass nun alle Beschäftigten in Kitas, Schulen und der Nachmittagsbetreuung geimpft werden können. Auch Praktikant*innen, Hauswirtschaftskräfte und weitere Beschäftigte in Einrichtungen können sich in Hessen impfen lassen.

    ver.di-Landesfachbereichsleiter Gemeinden, Thomas Winhold: „Dies ist gut so. Es ist ein wichtiger Schritt im Gesundheitsschutz für die Beschäftigten in Kindertagesstätten, im Schulbetrieb und in der Nachmittagsbetreuung. Wir empfehlen allen Kolleg*innen, dieses Impfangebot zu nutzen, betonen aber, dass es keine Impfpflicht ist. Die vorrangige Impfung ist wichtig, weil die Beschäftigten in diesen Bereichen durch häufig ungeschützten Kontakt einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.“

    Die jüngsten Zahlen der Techniker Krankenkasse bestätigen diese besondere Gefährdungslage in den sozialen Berufen. Demnach waren Kita-Beschäftigte mit 1.127 pro 100.000 Erwerbstätigen in 2020 überdurchschnittlich oft mit einer Covid-19 Diagnose krankgeschrieben.

    Dr. Kristin Ideler, für Kitas zuständige Gewerkschaftssekretärin bei ver.di Hessen fordert: „Leider werden in Hessen Beschäftigte von Inobhutnahmen, dem Kinderschutz (ASD) sowie (teil-) stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendzentren und Tagesgruppen derzeit noch nicht geimpft. Das ist für uns unverständlich, denn die Beschäftigten betreuen und schützen täglich Kinder und Jugendliche ebenso im engem Kontakt. Hier muss die Politik dringend nachsteuern. Bis bei den geimpften Kolleg*innen der vollständige Schutz eintritt, wird es noch drei bis vier Monate dauern. Auch werden sich voraussichtlich nicht alle Beschäftigten impfen lassen. Wir halten daher parallel zur Impfung eine deutlich umfänglichere Teststrategie mit flächendeckenden und regelmäßigen Schnell- und Selbsttests für zwingend notwendig. Nur so kann die Ausbreitung des Virus unter nicht Geimpften, Eltern und Kindern effektiv gestoppt werden.“

    Die Gewerkschaft appelliert zudem an die Arbeitgeber, die Arbeitsschutzverordnungen, die auch für Kitas, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen gelten, einzuhalten. Immer wieder berichteten Beschäftigte, dass sie ohne ausreichende Schutzmaßnahmen arbeiten. Nach einem Jahr Pandemie sei das völlig unverständlich, so Fachbereichsleiter Thomas Winhold: „Immer wieder kommt es zu Ausbrüchen und Infektionen bei Beschäftigten und Kindern. Wir hören dann, dass geeignete Schutzmaßnahmen nicht getroffen werden. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf.“